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Eine Brautparty – auch Bridal Shower genannt – ist ein wunderschöner Anlass, bei dem die zukünftige Braut von ihren engsten Freundinnen und Familienmitgliedern gefeiert wird. Es ist ein Nachmittag oder Abend voller Vorfreude, Liebe und gemeinsamer Erinnerungen – vorausgesetzt, man vermeidet einige typische Fettnäpfchen. Denn so schön die Feier auch sein kann, so schnell können kleine Missgeschicke die Stimmung trüben. Ob als Braut, Gastgeberin oder geladener Gast: Wer die wichtigsten No-Gos kennt, sorgt dafür, dass der Tag für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis wird. Hier sind sieben klassische Dinge, die du bei deiner Brautparty besser vermeidest – plus wertvolle Zusatztipps rund um Budget, Planung und die häufigsten Fragen.
1. Nur mit der eigenen Clique hängen
Klar, die besten Freundinnen sind immer an deiner Seite. Aber bei der Brautparty sind auch andere Gäste da, die dich feiern möchten – von der Schwiegermutter bis zur Tante aus der Steiermark. Nimm dir die Zeit, mit allen Gästen ein paar Worte zu wechseln. Jede einzelne Person hat sich die Mühe gemacht zu kommen, und ein kurzes Gespräch bedeutet ihnen mehr, als du denkst.
Ein guter Trick: Mach dir im Vorfeld einen kleinen „Rundgang-Plan“. Nimm dir bewusst vor, jede Gruppe mindestens einmal zu besuchen, bevor du dich länger mit deinen engsten Freundinnen zusammensetzt. So fühlt sich niemand ausgeschlossen, und du bekommst vielleicht sogar tolle Geschichten und Anekdoten aus früheren Zeiten zu hören, die du noch gar nicht kanntest.
Besonders bei Brautpartys, wo unterschiedliche Generationen aufeinandertreffen, ist es wichtig, eine angenehme Atmosphäre für alle zu schaffen. Vielleicht kennt deine Schwiegermutter niemanden außer dir – dann ist es deine Aufgabe, sie vorzustellen und ins Gespräch einzubinden. Genauso gilt das für Kolleginnen, die vielleicht zum ersten Mal deinen Freundeskreis treffen. Eisbrecher-Spiele oder kleine Namensschilder mit lustigen Fakten können hier wahre Wunder wirken.
2. Beim Alkohol übertreiben
Prosecco und Aperol Spritz gehören bei vielen Brautpartys dazu – aber übertreibe es nicht. Du möchtest den ganzen Nachmittag genießen und dich auch am nächsten Tag noch an die schönen Momente erinnern können. Iss ausreichend, trinke Wasser zwischendurch und genieße in Maßen.
Ein häufiger Fehler: Auf nüchternen Magen mit dem ersten Glas Sekt anstoßen. Sorge dafür, dass schon zum Empfang kleine Snacks bereitstehen – Bruschetta, Käsewürfel oder Antipasti-Platten sind ideal. So steigt der Alkohol nicht sofort in den Kopf, und alle können entspannt genießen.
Denke auch an die Gäste, die keinen Alkohol trinken – sei es aus gesundheitlichen, religiösen oder persönlichen Gründen. Stelle sicher, dass es ansprechende alkoholfreie Alternativen gibt: Virgin Cocktails, frische Limonaden oder aromatisiertes Wasser mit Früchten und Kräutern. Niemand sollte sich rechtfertigen müssen, warum er kein Glas Prosecco möchte. Außerdem: Eine angetrunkene Braut auf Partyfotos ist definitiv kein schöner Anblick – und solche Bilder bleiben leider für immer.
3. Ständig am Handy hängen
Die Versuchung ist groß, jeden Moment sofort auf Instagram oder TikTok zu teilen. Aber deine Gäste wollen dein Gesicht sehen – nicht deinen Hinterkopf, während du aufs Handy starrst. Mach ein paar schöne Fotos, aber sei ansonsten präsent und genieße den Moment.
Ein cleverer Kompromiss: Bestimme eine „Party-Fotografin“, die sich um die Schnappschüsse kümmert. Das kann eine Freundin mit Talent fürs Fotografieren sein oder sogar eine professionelle Fotografin. So kannst du dich voll und ganz auf deine Gäste konzentrieren, während trotzdem alle besonderen Momente festgehalten werden.
Noch ein Tipp: Vereinbart als Gruppe eine „Handy-Pause“. Legt die Smartphones für eine bestimmte Zeit beiseite – etwa während des Essens oder der Spiele. Du wirst erstaunt sein, wie viel intensiver die Gespräche und das gemeinsame Erleben werden, wenn niemand nebenbei scrollt. Und bitte: Poste keine Fotos der Brautparty, bevor die Braut ihr Einverständnis gegeben hat. Manche Bräute möchten Überraschungen oder Details für den Hochzeitstag geheim halten.
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4. Spiele und Aktivitäten verweigern
Vielleicht ist das Toilettenpapier-Brautkleid-Basteln nicht ganz dein Stil. Trotzdem: Deine Freundinnen und Familie haben sich Mühe gegeben, Spiele und Aktivitäten zu planen. Mach mit guter Laune mit – es geht um den Spaß und die gemeinsamen Erinnerungen, nicht um künstlerische Perfektion. Oft sind es genau diese vermeintlich albernen Momente, die später die lustigsten Geschichten liefern.
Wenn du als Gastgeberin planst, wähle die Spiele mit Bedacht. Berücksichtige das Alter und die Persönlichkeiten der Gäste. Nicht jede Runde passt zu jeder Gruppe – ein Quiz über das Brautpaar kommt bei fast allen gut an, während peinliche Aufgaben eher für eine jüngere, aufgeschlossene Runde geeignet sind. Plane auch Rückzugsmöglichkeiten ein: Wer bei einer Aktivität wirklich nicht mitmachen möchte, sollte sich nicht gedrängt fühlen.
Ein weiteres No-Go: Spiele, die einzelne Gäste bloßstellen oder in unangenehme Situationen bringen. Verzichte auf alles, was mit peinlichen Geständnissen, körperlichen Grenzen oder persönlichen Geheimnissen zu tun hat. Die Brautparty soll ein positives Erlebnis für alle sein – nicht nur für die, die am lautesten lachen.
5. Die Organisation kritisieren
Auch wenn nicht alles exakt deinen Vorstellungen entspricht – behalte Kritik für dich. Vielleicht ist die Torte nicht dein Geschmack oder die Deko etwas anders, als du sie dir vorgestellt hättest. Deine Gastgeberinnen haben sich viel Mühe gegeben und verdienen deine Wertschätzung. Lächeln, genießen und dankbar sein – das ist die beste Strategie.
Das gilt übrigens nicht nur für die Braut selbst, sondern auch für alle Gäste. Kommentare wie „Bei meiner Brautparty war die Deko aber viel schöner“ oder „Das Häppchen schmeckt komisch“ sind absolute Stimmungskiller. Wenn dir etwas auffällt, das wirklich problematisch ist – etwa eine Lebensmittelallergie, die nicht berücksichtigt wurde – sprich die Gastgeberin diskret und unter vier Augen an.
Bedenke auch, dass hinter jeder Organisation oft wochenlange Planung steckt. Die Gastgeberinnen haben Preise verglichen, Dekomaterial besorgt, Rezepte ausprobiert und unzählige Nachrichten hin- und hergeschickt. Selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist, verdient dieser Einsatz Respekt und Anerkennung. Perfektion ist kein realistisches Ziel – aber gemeinsame Freude schon.
6. Beim Geschenkeöffnen Enttäuschung zeigen
Bei einer Brautparty ist es üblich, dass Geschenke vor allen geöffnet werden. Dabei wirst du möglicherweise auch Überraschungen erleben, die nicht ganz deinem Geschmack entsprechen. Bleibe freundlich, bedanke dich herzlich bei jeder Schenkerin und zeige aufrichtige Freude. Denke daran: Es zählt der Gedanke, und alle Augen sind in diesem Moment auf dich gerichtet.
Ein oft unterschätzter Tipp: Bitte eine Freundin, während des Geschenkeöffnens mitzuschreiben, wer was geschenkt hat. Das erleichtert später das Schreiben der Dankeskarten enorm. Außerdem zeigt es den Schenkerinnen, dass du ihre Gaben ernst nimmst und nicht einfach nur durchhetzt.
Noch wichtiger: Vergleiche niemals Geschenke untereinander. Kommentare wie „Oh, das ist ja fast das Gleiche wie eben!“ oder auffällig unterschiedliche Reaktionen auf teure versus günstige Geschenke sind ein absolutes No-Go. Jede Schenkerin hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas überlegt, und das verdient gleichermaßen Wertschätzung. Ein herzliches Lächeln und ein ehrliches „Das ist wunderschön, vielen Dank!“ kosten dich nichts und bedeuten der anderen Person alles.
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7. Das Dankeschön vergessen
Dieser Punkt kann nicht oft genug betont werden: Bedanke dich bei allen – und zwar oft! Bei den Gastgeberinnen, die alles organisiert haben, bei den Gästen, die angereist sind, und bei allen, die ein Geschenk mitgebracht haben. Nach der Party solltest du dir außerdem die Zeit nehmen, persönliche Dankeskarten zu schreiben. Diese kleine Geste bleibt lange in Erinnerung und zeigt, wie sehr du die Mühe deiner Liebsten schätzt.
Idealerweise verschickst du die Dankeskarten innerhalb von zwei Wochen nach der Brautparty. Je länger du wartest, desto weniger Wirkung hat die Geste. Persönliche Worte sind dabei Gold wert: Erwähne ein konkretes Detail – etwa „Danke für das wunderschöne Fotoalbum, ich habe mich so gefreut!“ – statt nur eine allgemeine Floskel zu schreiben.
In Zeiten von WhatsApp und Social Media wirkt eine handgeschriebene Karte besonders charmant. Besorge dir hübsches Briefpapier oder Karten, die zum Stil deiner Brautparty passen, und nimm dir einen gemütlichen Abend Zeit dafür. Du kannst auch ein Foto von der Party beilegen – das macht die Danksagung noch persönlicher. Vergiss außerdem nicht, dich auch bei der Gastgeberin in besonderer Weise zu bedanken: Ein kleines Geschenk, ein Blumenstrauß oder eine Einladung zum Essen sind eine schöne Art, deine Dankbarkeit zu zeigen.
Kosten & Budgetplanung
Eine der häufigsten Fragen rund um die Brautparty betrifft die Kosten. Wer bezahlt was – und wie viel darf es kosten? Traditionell übernehmen die Gastgeberinnen, also meist die Trauzeugin und die engsten Freundinnen, die Kosten für die Party. Die Braut selbst sollte nichts bezahlen müssen. Allerdings ist es in Österreich zunehmend üblich, die Kosten unter allen Gästen aufzuteilen.
Damit es bei der Budgetplanung keine unangenehmen Überraschungen gibt, solltest du als Organisatorin frühzeitig ein realistisches Budget festlegen. Kläre vorab mit allen Beteiligten, wie viel jede Person bereit ist beizusteuern. Typische Kostenpunkte sind:
- Location-Miete: Falls die Party nicht zu Hause stattfindet, können Mietkosten für ein Café, Restaurant oder einen Partyraum anfallen. Rechne mit 100 bis 500 Euro, je nach Größe und Lage.
- Essen und Getränke: Von Fingerfood und Torte bis zu einem kompletten Catering. Plane pro Person etwa 15 bis 40 Euro ein, abhängig davon, ob du selbst kochst oder ein Catering bestellst.
- Dekoration: Luftballons, Blumen, Banner, Tischdecken und Co. Ein schönes Dekopaket gibt es ab 30 Euro, nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
- Spiele und Zubehör: Materialien für Partyspiele, eventuell ein personalisiertes Quiz oder Fotorequisiten. Hier reichen meist 20 bis 50 Euro.
- Besondere Extras: Eine Fotobox, ein Cocktailkurs oder eine gemeinsame Aktivität können den Rahmen schnell sprengen. Informiere dich vorab über die Preise und entscheide dann.
Als Faustregel gilt: Eine schöne Brautparty für 10 bis 15 Gäste lässt sich in Österreich zwischen 200 und 800 Euro gestalten. Wichtig ist, dass niemand sich finanziell überfordert fühlt. Sprich offen über das Budget, denn Geldsorgen sind der größte Stimmungskiller – noch vor schlechtem Wetter oder einem verbrannten Kuchen. Und denke daran: Die schönsten Feiern sind nicht die teuersten, sondern die, bei denen das Herz mitfeiert.
Praktische Checkliste
Damit bei der Planung deiner Brautparty nichts schiefgeht, haben wir eine übersichtliche Checkliste zusammengestellt. Arbeite die Punkte Schritt für Schritt ab, und du kannst dich am Tag der Feier entspannt zurücklehnen.
8 bis 6 Wochen vorher:
- Gästeliste mit der Braut (oder heimlich mit dem engsten Kreis) abstimmen
- Budget festlegen und Kosten aufteilen
- Datum und Uhrzeit fixieren – am besten 4 bis 6 Wochen vor der Hochzeit
- Location auswählen und reservieren
- Motto oder Farbthema festlegen
4 bis 3 Wochen vorher:
- Einladungen versenden (digital oder als hübsche Karte)
- Menü oder Catering planen, Allergien und Unverträglichkeiten abfragen
- Spiele und Aktivitäten auswählen und Material besorgen
- Dekomaterial bestellen oder basteln
- An alkoholfreie Getränke und Wasser denken
1 Woche vorher:
- Rückmeldungen sammeln und finale Gästezahl klären
- Einkaufsliste für Lebensmittel erstellen
- Ablaufplan für den Tag erstellen (Ankunft, Essen, Spiele, Geschenke)
- Playlist zusammenstellen oder Musikbox organisieren
- Kleine Überraschung für die Braut vorbereiten (z.B. ein Erinnerungsbuch)
Am Tag der Party:
- Früh genug mit dem Aufbau beginnen (mindestens 2 Stunden vorher)
- Deko aufbauen, Tische eindecken, Getränke kühlen
- Essen vorbereiten oder Catering entgegennehmen
- Kamera oder Handy aufladen und bereitstellen
- Durchatmen, lächeln – und den Moment genießen!
Nach der Party:
- Fotos mit allen teilen (z.B. über ein geteiltes Online-Album)
- Dankeskarten innerhalb von zwei Wochen verschicken
- Location aufräumen und Mietmaterial zurückgeben
- Restkosten abrechnen und verteilen
Häufig gestellte Fragen
Wer organisiert die Brautparty?
Traditionell übernimmt die Trauzeugin die Planung der Brautparty. In der Praxis teilen sich jedoch oft die Trauzeugin und zwei bis drei enge Freundinnen die Organisation. Das hat den Vorteil, dass Aufgaben verteilt werden können und niemand allein die gesamte Last trägt. Wichtig ist, dass eine Person die Hauptkoordination übernimmt, damit es kein Durcheinander gibt. Die Braut selbst sollte sich um nichts kümmern müssen – außer natürlich, pünktlich und gut gelaunt zu erscheinen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Brautparty?
Die Brautparty findet idealerweise vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit statt. Zu früh geplant, fehlt die Vorfreude und die Verbindung zum großen Tag. Zu spät geplant, gerät die Braut in Stress, weil die letzten Hochzeitsvorbereitungen laufen. Ein Wochenende bietet sich besonders an, da dann auch Gäste von weiter weg anreisen können. Vermeide Termine, die mit anderen großen Ereignissen kollidieren – etwa Feiertage, Schulferien oder wichtige Familienfeiern.
Muss die Brautparty eine Überraschung sein?
Nein, das muss sie nicht. Während Überraschungspartys zwar einen besonderen Wow-Effekt haben, kann es durchaus sinnvoll sein, die Braut zumindest grob einzuweihen. So stellst du sicher, dass der Termin passt, keine wichtigen Personen vergessen werden und die Braut sich auf den Anlass freuen kann. Ein guter Mittelweg: Die Braut weiß, dass eine Party geplant ist, kennt aber die Details nicht – also weder die genaue Location noch das Programm oder die Gästeliste.
Was ziehe ich als Gast zur Brautparty an?
Das hängt stark vom Motto und der Location ab. Als Faustregel gilt: Kleide dich festlich, aber nicht overdressed. Ein hübsches Sommerkleid, eine schöne Bluse mit Rock oder ein elegantes Outfit in Pastellfarben sind meist eine gute Wahl. Verzichte darauf, Weiß zu tragen – diese Farbe ist der Braut vorbehalten, auch bei der Brautparty. Falls es ein Motto gibt (z.B. Farben, Jahrzehnte oder ein bestimmter Stil), halte dich daran. Das zeigt Respekt gegenüber den Organisatorinnen und macht die Party optisch einheitlicher und schöner.
Sind Männer bei der Brautparty willkommen?
Traditionell ist die Brautparty eine reine Frauenveranstaltung. In den letzten Jahren hat sich das allerdings gewandelt: Viele Bräute laden heute auch enge männliche Freunde oder Familienmitglieder ein. Letztendlich entscheidet die Braut (oder die Organisatorinnen in Absprache mit ihr), wer eingeladen wird. Es gibt keine feste Regel – wichtig ist nur, dass sich alle Gäste wohlfühlen und die Stimmung zum Anlass passt. Wenn du dir unsicher bist, frage die Trauzeugin einfach nach dem geplanten Rahmen.
Experten-Tipps von EinTollesFest
Professionelle Planung
Beginne mit der Planung mindestens 3 Monate im Voraus für optimale Ergebnisse.
Gästeliste
Erstelle eine detaillierte Gästeliste, um Budget und Location optimal zu planen.
Zeitplanung
Erstelle einen detaillierten Zeitplan für den Veranstaltungstag.